„…was sinn die Leit so froh!“

Ein Hoch auf die Pfalz und Enkenbach!“ klang es aus vielen Kehlen, als am Kerwesamstag das Fass am Heinrich-Brauns-Haus angestochen wurde. Mit zwei kräftigen Schlägen auf den Zapfhahn eröffnete Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel die Kerwe in der Straußwirtschaft der KVK. Die Stimmung war ausgelassen, die Besucher des Festzelts waren bester Laune, und das sollte sich auch in den nächsten Tagen nicht ändern. Musikalisch eröffnete die Cover-Band Favorits das viertägige Fest und sorgte mit modernen und bekannten Hits für eine durchgehend gefüllte Tanzfläche.
In den folgenden Tagen dominierte Blasmusik den Platz am HBH. Der Musikverein Sembach, die Gesangvereinskapelle Rockenhausen, die Blaskapelle Hochspeyer und die Kolpingkapelle Kindsbach waren der Einladung der KVK gefolgt und unterhielten Jung und Alt mit stimmungsvollen Blasmusikklängen. Das so in Schwung gebrachte Publikum wurde zum jeweiligen Tagesabschluss von der KVK noch einmal angeheizt, sodass so mancher Kerwegänger gerne auf der Bierbank übernachtet hätte.
Der Sonntag begann erst ruhig mit dem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Doch dann wechselte die Kleiderordnung von seriös zu ausgefallen: Beim Kerweumzug am Nachmittag lief die KVK unter dem Motto „Immer feurig, niemals kalt, die KVK wird 95 Jahre alt!“. Ein großer Vulkan, aus dem sogar Dampfwolken stiegen, wurde durch die Straßen Enkenbachs gezogen, dahinter marschierten die Musiker der KVK in feuriger und heißer Kostümierung.
Der Umzug endete am HBH, wo schon alle Vorbereitungen für die Kerwerede getroffen waren. Nachdem die Straußjugend mit Leichtigkeit den Strauß gesteckt hatte, bestieg Kerweredner Lukas Sauer die Leiter und verriet den Zuhörern in gereimten Versen, wer sich im letzten Jahr in Enkenbach etwas hatte zuschulden kommen lassen.
Ein Höhepunkt der Kerwe war wie jedes Jahr der Bayerische Frühschoppen am Montag. Nicht nur die Kuckucksmusikanten auf der Bühne, sondern auch viele der Besucher hatten sich dem Anlass entsprechend in Schale geworfen und genossen ihr Weißwurstfrühstück in Dirndl und Lederhose.
Dienstags wurde die Kerwe dann am späten Abend zu Grabe getragen. Das Publikum trauerte mit den Grabrednern auf der Bühne, die der Kirchweih 2019 einen würdevollen Abschied bereiteten. Doch sobald sie die Bühne verlassen hatten, wurde schon die Kerwe 2020 gefeiert, die Musiker der KVK legten sich für ihre Gäste noch einmal richtig ins Zeug und machten Stimmung bis zum Ende.
Wir bedanken uns bei allen Organisatoren und freiwilligen Helfern, bei allen Gastmusikern und natürlich ganz besonders bei unserem Publikum dafür, dass die Kuckuckskerwe 2019 zu einem so gelungenen Ereignis wurde. Herzlichen Dank und bis nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: „Die Enkebacher Kerb is do!

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Die KVK zu Besuch in Hengsberg

Die Straußwirtschaft der KVK stand Kopf, als im Jahr 2015 die Blasmusiker des Musikvereins Hengsberg im Enkenbacher Kerwezelt spielten. Einen solchen Auftritt hatte es am eher ruhigen Kerwesonntag lange nicht gegeben. In ihren grünen Trachten brachten die Musiker eine
Stimmung von den Alpen in die Pfalz, an die wir uns immer noch gerne erinnern.

In diesem Jahr konnten nun wir unseren Freunden aus Österreich zeigen, dass auch die Pfälzer etwas vom Feiern verstehen. Am Freitag, den 28. Juni machte sich frühmorgens ein Reisebus mit ca. 40 Musikerinnen und Musikern sowie einer Handvoll Unterstützern auf den Weg Richtung Hengsberg bei Graz in der österreichischen Steiermark.

Am Samstag durften wir bei einer Stadtführung in Graz die herrliche Aussicht auf dem Schlossberg genießen, im Anschluss lud uns die Gemeinde Hengsberg zum Essen ein.
Abends hatte der MV Hengsberg zum Anlass seines 100jährigen Bestehens zum großen Blasmusikfest geladen – und 35 Musikkapellen waren gekommen. Diese marschierten nacheinander musizierend auf dem Festplatz ein. Dass die KVK dabei den Schwalbenmarsch – besser bekannt als „der Enkenbacher“ spielte, versteht sich von selbst. Doch das eindrucksvollste Ereignis folgte im Anschluss. Alle Kapellen, insgesamt ca. 1500 Musiker,
musizierten zwei Stunden lang zusammen – ein Erlebnis, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird!

Am Sonntag begleitete die KVK musikalisch einen Gottesdienst sowie den anschließenden Frühschoppen in Hengsberg. Die gute Stimmung vom Vorabend war auch hier sofort wieder zu spüren. Dass der Frühschoppen sich bis zum Nachmittag zog, war angesichts der Gastfreundschaft unserer Freunde aus Österreich nicht verwunderlich. Mit vielen wunderbaren Eindrücken und herzlichen Abschiedsgrüßen verabschiedeten wir uns am Montagmorgen von unseren Gastgebern.

Was bleibt, sind schöne Erinnerungen, neue Freundschaften und die Erkenntnis, dass Musik verbindet – auch über Landesgrenzen hinweg!

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