Alle Artikel von Stefan Kühner

Die Bremer Stadtmusikanten

Wie ein Esel schreit, das weiß doch jedes Kind! Natürlich wussten es auch alle Kinder, die mit Ihren Eltern, Großeltern und Freunden am vorletzten Sonntag in die Rudi-Müller-Halle in Enkenbach gekommen waren. „Ii-Ah!“ riefen sie laut durch die ganze Halle. Es folgten der Hund „Wau, wau“, die Katze „Miau“ und der Hahn „Kikeriki!“ Na klar, sie waren alle gekommen, um die Bremer Stadtmusikanten zu sehen, die nach Bremen ziehen und dort gemeinsam Musik machen wollten. Die Kinder der Turngruppe des TPSV Enkenbach unter der Leitung von Klaudia Dobras spielten auf der Bühne dieses bekannte Märchen nach, während Anja Helf die Geschichte vorlas.

Doch bevor das Märchentheater startete, hatten die Kinder der Kindertagesstätte Arche Noah mit drei kleinen Liedern den Nachmittag eingeleitet. Die Kinder zeigen nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit Trommeln, Rasseln und anderen Instrumenten, dass sie viel Spaß an der Musik hatten.

Und natürlich durfte die Musik auch bei den Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen! Eine kleine Gruppe der Katholischen Vereinskapelle spielte die passenden Melodien zu der fesselnden Geschichte – mal beruhigend leise, mal fröhlich beschwingt und mal laut und gefährlich! Jedem, der vier Tiere war sogar eine eigene Melodie zugeordnet, wie die Zuhörer von Dirigent Michael Gärtner erfuhren: Wenn der Esel schrie, blies das Horn ein tiefes „Ii-Ah!“, das wütende Bellen des Hundes wurde von der Pauke übernommen, die Katze schnurrte zu den sanften Klängen der Klarinette, das Hahnengeschrei übernahmen Trompeten und Flöten.

So zogen die vier Tiere los, um in Bremen in die Stadtkapelle einzutreten. Doch nachdem sie im Wald eine Räuberbande aus ihrem Haus gejagt hatten, beschlossen sie, sich dort niederzulassen und alle vorbeikommenden Wanderer mit ihrer Musik zu unterhalten.

Mit Musik, guter Stimmung und viel Applaus endete das Märchen, das im Rahmen der Enkenbach-Alsenborner Kulturtage aufgeführt worden war. Vielen Dank an alle Beteiligten, an die Zuhörer und natürlich an alle Kinder, die diesen Sonntagnachmittag zu einem wunderbaren Familiennachmittag gemacht haben!

Vielen Dank auch an Jürgen Steinmann für seinen Bericht in der Rheinpfalz.

Die KVK auf der Bundesgartenschau

„Blühendes Leben“ ist das Motto der Bundesgartenschau in Heilbronn, die in diesen Tagen zu Ende geht. Zu diesem blühenden Leben durfte auch die KVK beitragen, die am Sonntag, den 22. September einen Ausflug zur BUGA machte, um dort zu spielen.
Wie das blühende Leben sahen auch alle Teilnehmer aus, obwohl wir recht früh am Sonntagmorgen die zwei Busse bestiegen, die uns nach Heilbronn bringen sollten. Schon die Hinfahrt war stimmungsvoll und die 36 Musikerinnen und Musiker mit 56 Begleitpersonen kamen gutgelaunt in Heilbronn an.
Dort erwartete uns eine prachtvoll blühende Gartenlandschaft mit Blumen, Bäumen, Sträuchern, sorgfältig angelegten Wegen, schönen Gebäuden und vielen Veranstaltungsangeboten. Wir nutzten die freie Zeit, um das Gebiet zu erkunden und uns die Landschaft und Architektur anzuschauen.

Schließlich trafen wir uns auf der Fährlebühne, einer umgebauten alten Fähre am Rande des Neckars, wo wir ein kleines Konzert gaben. Vor diesem Schiff am Ufer saßen die Zuschauer, konnten unserer Musik zuhören und dabei den Spätsommertag in schöner Kulisse genießen. Unser Repertoire umfasste ein breites Spektrum von beliebten Blasmusikstücken, modernen Arrangements und zeitlosen Popsongs. Viele Zuschauer saßen während des ganzen Konzerts auf den Rängen, manche blieben auf ihrem Spaziergang durch die Anlage bei unserer Bühne stehen oder setzten sich kurz hin, um uns zuzuhören und dann wieder weiterzuwandern. Dass unsere Musik gut ankam, zeigten uns der Applaus und die Forderungen nach einer Zugabe, welche wir dann auch gerne spielten.

Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit, entweder an einer kleinen Führung durch die Anlage teilzunehmen oder selbständig loszuziehen. Wir verbrachten noch eine wunderbar entspannte Zeit in kleinen Gruppen, bevor wir dann wieder die Busse bestiegen und nach Hause fuhren.
Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei allen, die diesen schönen Tag möglich gemacht haben, bei den Organisatoren, den Musikern und allen anderen Mitfahrern. Vielen Dank für diesen blühenden und lebhaften Ausflug!

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KVK mit neuem Dirigenten

Seit August 2019 hat die KVK einen neuen Dirigenten: Michael Gärtner, der uns schon als Gastdirigent beim diesjährigen Sommerkonzert unterstütze, wird ab sofort regelmäßig den Taktstock schwingen. Er wechselt sich dabei mit Stefan Kronenberger, dem bisher alleinigen musikalischen Leiter des Vereins, ab.
Mit Gärtner konnte die KVK einen musikalischen Profi gewinnen, der Anspruch und Zielstrebigkeit mit einer angenehmen Art verbindet und somit die Musikerinnen und Musiker schnell für sich gewinnen konnte. Gärtner wird aber nicht nur in die Leitung des großen Orchesters einsteigen. Mit der neugegründeten Formation „Three4Music“, einem Gemeinschaftsprojekt der Blaskapelle Hochspeyer, des Musikvereins Sembach und der Katholischen Vereinskapelle Enkenbach, übernimmt er auch die Jugendarbeit der drei Vereine.

Seine Begeisterung für die Musik kann Michael Gärtner dabei ebenso wenig verbergen wie die bayerische Herkunft. Mit fünf Jahren begann er seine musikalische Laufbahn in der Werkvolkkapelle Neumarkt in der Oberpfalz an Schlagzeug und Trompete. Das Mitwirken in verschiedenen Orchestern und das Musikstudium mit dem Hauptfach Pauke und Schlagzeug führten ihn schließlich zum Saarländischen Rundfunk, wo er seit nunmehr 25 Jahren als Perkussionist in der heutigen Deutschen Radio Philharmonie tätig ist. Außerdem leitet er die Klangwerkstatt in Alsenborn und spielt Tenorhorn in der Blaskapelle Hochspeyer.

Auch Stefan Kronenberger, der sich ab sofort das Dirigat mit Michael Gärtner teilen wird, weist einen beeindruckenden musikalischen Werdegang auf. Als Enkel eines Gründungsmitglieds war ihm die Musik und der Bezug zur KVK schon in die Wiege gelegt. Jahrzehntelang unterstützte er den Verein am Tenorhorn, im Jahr 2015 übernahm er das Amt des ersten Vorsitzenden, welches er erst im Januar dieses Jahres niederlegte. Er dirigierte die Blaskapelle Hochspeyer, die Jugendkapelle der KVK und seit 2008 mit Unterbrechung auch das große Orchester.
Gärtner und Kronenberger wollen ihre Einsätze gleichmäßig aufteilen. Dass dies gut funktioniert, wurde schon beim Sommerkonzert deutlich, das im Wechsel von den beiden Dirigenten geleitet wurde und bei Zuhörern und Musikern auf breite Anerkennung stieß.

Wir freuen uns auf eine spannende und innovative Zusammenarbeit!